08.06.2012

Rezension: Sommernacht





Titel: Plötzlich Fee – Sommernacht
Autor: Julie Kawaga
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 16,99€
Reihe: Ja, es gibt schon den zweiten und dritten teil, der vierte kommt bald heraus.

Cover:
Hardcover mit Schutzumschlag.
Aufgedruckt ist ein Auge, mit außergewöhnlich geschminkten Wimpern.
Ich muss ehrlich zugeben, dass mir hier das amerikanische Cover ungefähr 1000000000 Mal besser gefällt. Genauso wie mir der Titel: Iron Fey – Iron King besser gefällt, weil er zu dem Buch passt. Das deutsche Cover finde ich ganz ok. Nicht herausragen aber auch nicht hässlich.

Klappentext:
Meghan Chase wird sechzehn. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als die wahre Liebe zu finden – bis sie an ihrem Geburtstag in die verwunschene Welt der Feen gelangt und Ash begegnet, dem Prinzen mit den eisblauen Augen, ihrem Todfeind...

Inhalt:
Meghan Chase ist ein ganz normales Mädchen: Sie hat blonde Haare, verabscheut die Cheerleader und steht auf den besten Footballer an der Schule. Doch sie hat es auch nicht leicht: Ihr Vater verschwand auf mysteriöse Weise, und ihre Mutter heiratete einen neuen Mann. Der ist nun nicht wirklich schlecht, eigentlich sogar nett, aber er scheint andauernd zu vergessen, dass es Meghan auch noch gibt. Und an ihrem Geburtstag scheint dann auch noch alles schief zu laufen. Als sie nach Hause kommt und ihre Mutter bewegungslos und ihn mächtig auf dem Boden liegen sieht, ihr Bruder ihr in die Wade beißt und dann Robbie auftaucht und ihren Bruder als Wechselbalg enttarnt, steht ihre Welt Kopf. Zu guter Letzt behauptet Robbie auch noch eine Fee zu sein – der berühmte Puck. Um ihren Bruder zu retten beschließt Meghan schließlich ins Nimmernie zu gehen. Zusammen mit Puck, macht sie sich auf den Weg zum Sommerhof, wo sie dann auch noch erfährt, dass sie eine Halbfee ist und dazu noch die Tochter des Herrschers des Sommerhofs ist sie entgültig geschockt. Und dann lernt sie den bezaubernden und eiskalten Ash kennen. Er ist der Sohn von Mab, der Herrscherin des Winterhofs, und damit ihr Todfeind. Doch mit einem Vertrag überredet sie ihn, ihr und Puck zu helfen ihren kleinen Bruder zu suchen. Dabei kommen sich Ash und Meghan immer näher, bis es heftige Funken schlägt...

Meine Meinung:
Ich muss bei diesem Buch mal wieder mit der Handlung anfangen, denn die hat mich wirklich aufgeregt. Sie ist unwahrscheinlich klischeehaft und voll von Kitsch, doch irgendwie hat sie mich trotzdem in den Bann gezogen. Ich konnte so gut wie alles vorhersehen, doch das hat mich meistens gar nicht gestört. Manchmal war es schon so ein Gefühl: Meghan darauf musst du jetzt aber auch mal kommen, aber das war wie gesagt gar nicht so schlimm, denn irgendwie ist es trotzdem spannend gemacht.
Meghan ist ein ganz normales Mädchen. Verliebt, verhasst, ignoriert. Da denkt man erstmal: Super, toll. Noch so ein Mädchen, das sich so fühlt. Gab es ja noch nie. Aber gut, diese Tatsache habe ich erst mal ignoriert und trotzdem weiter gelesen. Meghan entpuppt sich als Naivchen, dass sich von allen durch die Gegend schubsen lässt, nie etwas erwidert und keinen Biss hat. Sie ist einfach und langweilig, fast schon schrecklich normal. Auch im Nimmernie kommt sie ziemlich dumm rüber, gerade wenn der Leser schon Sachen weiß, die sie erst mit der Zeit erfährt. Das kann wirklich nerven. Aber im Laufe des Buches wird sie stärker, manchmal zeigt sie sogar schon einen Anflug von Klugheit und der Maske der Naivität. Insgesamt fand ich sie nicht so toll, aber sie hat mich trotzdem in den Bann geschlagen.
Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich zum Team Puck gehöre. Puck ist witzig, hat immer einen Spruch auf den Lippen und er ist schlau. Wirklich schlau. Außerdem kann er auch noch tolle Tricks und ist Risikobereit. Ich fand ihn von Anfang an sehr sympathisch, was wirklich etwas heißen will. Außerdem hat er rote Haare. Das ganze Buch über nimmt er die meisten Sachen nicht so ernst, nicht mal, wenn er mit Ash um Leben und Tod kämpft.
Ash ist praktisch das genaue Gegenteil zu Puck. Er ist sehr ernst, kalt und teilweise auch unfreundlich. Außerdem muss er Meghan zum Palast von Mab bringen. Doch auch Ash ist Abenteuerbereit und er mag Meghan wirklich. In ihrer Nähe taut er oft auf, und schließlich beschließt er sogar ihr zu helfen. Er zeigt, dass auch er ein vielschichtiger Charakter ist und nicht nur aus einer dicken Schicht Eis besteht. Trotzdem fand ich nicht so gut wie Puck.
Alle Personen sind leider nicht allzu vielseitig gestaltet. Sie haben meistens ein “Gesicht”, dass sie fast die ganze Zeit zeigen und nur hier und da bröckelt mal die Fassade. Das finde ich sehr traurig, weil man viel aus dem Buch hätte machen können.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, und überhaupt nicht naiv, wenn auch manchmal sehr Beschreibungslastig. Ansonsten passt er aber zu einer Sechzehnjährigen und ist angenehm und flüssig zu lesen. Ich mag den Schreibstil der Autorin.

Fazit:
Die Handlung ist ein einzige Klischees und ist immer vorhersehbar. Die Figuren sind sehr eindimensional, dafür ist der Schreibstil sehr gut. Ein schwieriges Buch und wenn ich ehrlich sein soll, liebe und hasse ich es zur selben Zeit. Ich werde ihm gute 3 Punkte geben, was so viel heißt, wie, dass ich ihm 3,5 geben würde...


1 Kommentar:

  1. gut geschrieben. klingt jedoch nicht allzu überzeugend :>

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