13.02.2013

Rezension: Kyria und Reb 2



Ein riesiges Danke an den Egmont INK Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
Titel: Kyria und Reb – Die Rückkehr
Original: ----------
Autor: Andrea Schacht
Verlag: Egmont INK
Preis: 17,99€
Reihe: Ja, dies ist der zweite Teil von Kyria und Reb
 Ich muss sagen, dass es mir fast genauso gut gefällt wie das Cover des ersten Teils. Nur mag ich das Rosa/Pinke Design nicht so wirklich. Trotzdem harmonieren die Farben wieder super, und das Cover ist ein echter Blickfang. Selbst wenn ich die Reihe nicht so lieben würde, würde das Buch schon alleine wegen dem Cover in meinem Regal landen.
Zusammen sehen beide Teile auch fantastisch aus, weswegen es schon allein für das tolle Cover volle Punktzahl gibt.
 Ein Leben ohne Überwachung – nichts hat sich die 18-jährige Kyria sehnlicher gewünscht. Doch kaum hat sie erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein, trennt sie sich schweren Herzens von ihrer großen Liebe Reb und kehrt zurück in ihre Heimatstadt. Dort macht sie sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters – ein gewagtes Unternehmen, das Kyria in größte Gefahr bringt.
Da taucht Reb wieder auf...
 Nachdem gegen Kyria ein Haftbefehl ausgesprochen wurde, weil sie angebliche gefährliche Keime in das Reservat gebracht hat, muss sie fliehen. Da auch dadurch auch ihre Mutter in Verdacht gerät, und sie nach den Mördern ihres Vaters suchen will, entscheidet sie sich zurück nach NuYu zu gehen, obwohl Reb sich gerade in Irland aufhält. Kaum zu Hause angekommen, tritt sie mit Cam in Kontakt, fährt zu ihrer Mutter um ihr alles zu erklären, und verkleidet sich schlussendlich als eine Civitates, um unerkannt leben zu können. Offiziell befindet sie sich gerade auf einer Erholungskur. Als Bäckerreiverkäuferin ärgert sie sich zusehend über die skrupellose Politik, über die gefälschten Warnungen und auch über Reb, der sich als Wagenlenker versucht, und von vielen schwärmenden Mädchen umgeben ist. Schließlich kehrt sie in das Leben als Electi zurück, um ihrer Mutter bei ihrem Wahlkampf zu helfen. Doch schon kurz darauf lüften sich mehrere Geheimnisse um den Tod ihres Vaters, und Kyria erhält unerwartete Unterstützung. Zum einen von der Tochter der Hochmutter, liebevoll auch High-Mom genannt. Zum anderen von Maie, der Chefamazone.
Auch Cam unterstützt Kyria weiterhin. Und dann kehrt Reb zurück. Kyrias Gefühle überschlagen sich, aber dann sind sie und Reb plötzlich in Gefahr, ebenso wie ihre Mutter und ihre Freunde.
Kyria und Reb müssen sich entscheiden: Können sie es sich leisten, weiter zusammen zu sein?  
 Ich mag Kyria. Was auch daran liegt, dass sie durch ihre Erziehung und ihre Kultur, in der ja die Frauen alles führen, und Männer bestenfalls ein nettes Accessoire sind, sehr selbstbewusst und stark ist. Reb hat schon Recht, wenn er sie eine kleine Electi-Zicke nennt, aber in diesem Teil wird sie zugänglicher. Weil sie eben auch die negativen Seiten gesehen hat. Außerdem wird sie auch risikofreudiger, weil sie eben nicht mehr andauernd Angst vor ihrem Gendeffekt hat. Und bissig bleibt sie auch.
Für mich ist sie damit ein äußerst guter Charakter. Sympathisch, nett, freundlich, aber auch zickig, selbstbewusst und stark gegenüber Männern. Einzig und allein ihre Verliebtheit in Reb hat mir nicht so gefallen. Ich mochte es, dass die beidem im ersten Teil eindeutig in einander verliebt waren, sich aber die ganze Zeit gekappelt haben. Doch in diesem Teil... na ja es ist ein dauerndes Hin und Her. Wer mit Wem, Wann und Wo? Deswegen gibt es dafür einen kleinen Abzug, aber trotzdem bleibt Kyria eine meiner liebsten Protagonistinnen.

Reb hat sich nicht wirklich verändert. Er ist, gerade in Kyrias Nähe, nicht mehr so verbittert, aber eine echte Veränderung durchläuft er erst in diesem Band. Und über diese Veränderung habe ich mich sehr gefreut. Zwar ist es am Ende eine Art 180° Drehung, aber die tat ihm gut, denn Selbstzweifel stehen ihm nicht so wirklich. Ansonsten bleibt aber auch er witzig und verbissen, kämpft darum ein anerkannter Wagenlenker zu sein. Zwar will er sich gerne von hübschen Mädchen ablenken lassen, aber so recht klappen will das nicht. Immer wieder rutscht Kyria in seine Gedanken, bis er endlich, endlich erkennt, dass er in sie verliebt ist. In diesem Moment habe ich laut aufgejubelt.
Ich mochte Reb. Ich mag Reb. Er ist ein guter Protagonist, mit scharfem Verstand, Muckis und Geheimniskrämerei. Mir gefällt seine Art, selbst wenn er etwas ruppig und rüpelhaft ist, passt es doch zu ihm. Und die Entwicklung die er durchläuft macht ihn irgendwie sympathischer.

Cam ist und bleibt der geheimnisvolle zweite Kopf der Wardens. Aber auch Cam, oder auch Ole McFuga, ist eine sehr interessante Figur. Er ist geheimnisvoll, stark, selbstbewusst und in Kyria verschossen. Na ja zumindest ein bisschen. So sehr, wie ein Cam eben verliebt sein kann. Darüber hinaus ist er klug, und ein echter Stratege, hat aber nicht wirklich Spaß am Gewinnen. Denn auch er versucht sich als Wagenlenker.
Für mich ist Cam eine sehr interessante und spannende Figur. Gerade das, was er am Ende durchmacht, zeigt doch sehr deutlich, wie sehr er an den Wardens gehangen hat, und wie wichtig ihm das Ganze auch war. Trotzdem wird man auch in diesem Teil nicht immer schlau aus Cam. Gerade die sehr kurz angebundenen Gespräche haben mich manchmal aufgeregt, aber trotzdem mochte ich ihn auf seine Weise.

Auch Maie lernt man in diesem Teil näher kennen, ebenso wie Kyrias Mutter und die High-Mom, wie auch deren Tochter. Dabei sind diese vier Personen mit die liberalsten in dem Buch. Zwar haben sie alle nicht wirklich vielseitige Charakter, zumindest bist auf die Tochter der High-Mom, aber schon alleine weil sie so sind wie sie sind, mochte ich alle vier sehr gerne. Außerdem helfen sie Kyria, und bilden so auch einen wichtigen Punkt in der Geschichte. Gerade Kyrias Mutter weiß dabei auch zu überraschen, da sie viel liberaler ist, als ich dachte.

Dabei geht es in diesem Teil der Reihe allerdings mehr um die politischen Hintergründe, als um eine Liebesgeschichte. Intrigen, Geheimnisse und Hindernisse bilden die Grundlage, wobei ich sagen muss, dass mir das wirklich gut gefallen hat. Insgesamt ist die Handlung auch sehr gut aufgebaut und logisch erklärt. Manchmal fühlte man sich ein wenig überrumpelt, aber auch das legte sich dann wieder. Einzig das ewige Hin und Her der Liebesgeschichte zwischen Kyria und Reb hat mich ziemlich genervt. Zusammen, nicht zusammen, Zusammen, doch nicht. Das kann anstrengend sein, zumal mir auch nicht wirklich klar geworden ist, dass Cam auf Kyria steht. Er ist nett zu ihr, aber immer noch abweisend und sehr kurz angebunden.
Insgesamt trotzdem eine solide Handlung, die vor allem durch Intrigen und Geheimnisse entsteht.

Der Schreibstil von Andrea Schacht hat mich diesmal ein wenig irritiert. Die hochgestochene Sprache der Electi, zusammen mit der Jugendsprache der Subcults wirkte schon manchmal ein wenig komisch. Aber immerhin haben sich Reb Sprachgewohnheiten gebessert, so dass es nicht mehr ganz so irritierend ist. Trotzdem hätte ich an der einen oder anderen Stelle die Jugendsprache lieber weg gelassen. Aber im Grunde genommen ist es ein schöner und flüssiger Schreibstil, der mir sehr gut gefällt.

 Ein solider zweiter Teil, in dem es diesmal mehr um die Machenschaften in der Politik geht. Die Figuren entwickeln sich alle weiter, einige neue interessante Charaktere werden dazu geholt. Insgesamt ein schönes Buch, dem etwas weniger Hin und Her in der Liebesgeschichte gut getan hätte.



Kommentare:

  1. Hi,

    ich hab dir gerade einen Award verliehen :)
    http://schatten-spiele.blogspot.de/2013/02/bester-blog-award.html

    Liebe Grüße!

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  3. Hey ich fand den band 2 fast noch besser als band eins (nach den vielen stunden in denen ich das buch bei den besten stellen gelesen hab xD also ich habs noch nicht durchgelesen xDD)

    Und als reb das mit dem "es tut so weh" immer sagte habe ich immer "aawww " gedacht, das war so niedlich xDD

    Alles liebe

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