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06.08.2012

Rezension: Jenny, heftig in Nöten



Titel: Jenny, heftig in Nöten
Original: Teen Idol
Autorin: Meg Cabot
Verlag: cbt
Preis: 7,95€
Reihe: Nein, hier handelt es sich nicht um eine Reihe.

Cover:
Schon wieder rosa. Und diesmal zu allem übel auch noch pink. Das ist ehrlich gesagt eins der wenigen Bücher, bei dem ich wirklich nur wegen dem Inhalt zugegriffen habe. Andererseits wäre es gar nicht von mir ertauscht worden, denn das Cover ist nicht unbedingt gut. Oder sehenswert. Man muss es auch nicht unbedingt im Regal stehen haben. Es ist zu rosa, zu nichts sagen, zu kindisch. Ganz einfach gesagt: Absolut nicht mein Fall.

Klappentext:
ER ist der Teenie-Schwarm der Nation: Filmstar Luke Striker.
SIE ist das nette Mädchen von nebenan: die allseits beliebte Jenny Greenley. Als Luke für zwei Wochen inkognito an ihre Schule kommt, wird ausgerechnet Jenny auserkoren, den Star unerkannt durch den Schulalltag zu führen. Doch der berühmte Gast ist bald enttarnt und plötzlich steht Jenny nicht nur wider Willen im Rampenlicht, sonder gerät in ungeahnte Liebesnöte...

Inhalt:
Jenny ist das brave Mädchen von nebenan: Sie arbeitet bei der Schulzeitung, hilft der Theater-AG, geht – wenn auch wider Willen – in den Chor und hilft ihren Mitschülerin wo sie nur kann. Kein Wunder also, dass die Lehrer sie für Vertrauensvoll halten und ihr deshalb den Auftrag erteilen Luke Striker, den neuen Teenstar von Amerika zu unterstützen und ihn einzuführen. Für Jenny, die Geheimnise gut für sich behalten kann, kein allzu großes Problem. Außerdem scheint Luce gar kein so großes Arschloch zu sein. Voller Entsetzen beobachtet er wie Cara, eine dicke Mitschülerin, fertig gemacht wird, und ärgert sich über die Jungen, die einer Lehrerin einen fiesen Streich spielen. Und er bewundert Jenny dafür, dass sie alles helfen will – auch wenn sie seiner Meinung nach nicht zu den richtigen Mitteln dabei greift. Tatsächlich schafft es Jenny Lukes Geheimnis eine ganze Woche zu bewahren – bis Luke sein Shirt aussieht und alle das verräterische Tattoo an seinem Unterarm entdecken. Luke flüchtet vor den rasenden Mädchen und nimmt Jenny gleich noch mit. Bei ihm zu Hause, lädt er sie auf den anstehenden Frühlingsball ein. Eigentlich sollte Jenny doch aus dem Häuschen sein, oder? Schließlich lädt ein berühmter Star sie kleine graue Maus zum Ball ein... wäre da nicht Scott, der süße Junge, der die selben Bücher wie liest und mit dem man sich so wunderbar unterhalten kann...

Meine Meinung:
Jenny ist das brave Mädchen von nebenan. So richtig schön klischeehaft. Sie hilft allen und jedem, verhindert Streit, kümmert sich um die Probleme anderer, ist immer da wen man sie braucht. Sie ist so zu sagen die Majonäse. Ja, richtig gelesen. Wie die Majonäse hält sie alles zusammen, ohne sie würde es auseinander fallen. Allerdings ist das Problem an Jennys Verhalten, dass sie nie offen ihre Meinung sagt. Sie versucht einfach alles zu verhindern, ohne dabei darauf zu achten, zu sagen was sie denkt. Das ändert sich, als sie Luke betreuen muss. Schon am ersten Tag macht er sie so wütend, dass sie ihm ihre Meinung geigt. Woraufhin er von ihr fasziniert ist. Er findet, dass sie etwas verändern könnte. Ich mochte Jenny, auch wenn sie am Anfang klischeehaft ist, so ist sie eigentlich trotzdem rotzfrech und hat eine eigene Meinung zu den Dingen. Genauso wie sie nicht allzu gut über die Beliebten denkt, findet sie auch Trinas Benehmen ihrem Freund gegenüber einfach nur schrecklich. Sie ist eigentlich eine tolle Politikerin. Sie weiß, wann sie einen Streit schlichten muss, und wann ihre Meinung gefragt ist und das macht sie mir gegenüber so sympathisch. Außerdem ist sie nicht krankhaft unsicher, was ein großer Pluspunkt ist.

Luke ist ein gefeierter Filmstar, der trotzdem noch viel Courage zeigt. Er ist nicht abgehoben, auch wenn er in den ersten Kapiteln so rüber kommt. Tatsächlich kümmert er sich um das Schicksal der Schüler, vor allem findet er sie aber selbstsüchtig. Keiner denkt an den anderen. Jeder für sich. Das stört den Filmstar gewaltig. Auch Luke war mir sehr sympathisch. Dadurch, dass er überhaupt nicht abgehoben ist – außer was seinen Kaffee und sein Essen betrifft – wirkt er fast wie der sehr gut aussehende Junge von nebenan. Er findet, dass Jenny eine außergewöhnliche Person ist, weil sie Dinge verändern kann, und sich um andere sorgt. Aber auch er selber sorgt sich um andere, besitzt aber nicht das selbe Talent wie Jenny.

Scott ist auch ein überaus freundlicher Charakter. Er und Jenny kennen sich schon seit der 5. klasse und schon damals haben die beiden das selbe gelesen: Sci-Fi und Fantasy, größtenteils Dystopien und Utopien. Er ist eine Weile mit Geri zusammen, doch es funktioniert nicht so wirklich. Er setzt sich für seine Freunde ein und hilft ihnen, wenn er kann. Auch Scott ist ein sehr angenehmer Charakter. Er ist freundlich und mir super sympathisch, weil er liest! Er liest! Ist das nicht toll?

Trina ist Jennys beste Freundin, allerdings ist sie keine gute Freundin. Sie will, dass Jenny mit ihr in den Chor geht, obwohl Jenny weder gerne singt noch tanzen kann. Sie interessiert sich nicht richtig für Jennys Meinung und springt mit ihrem Freund wie mit einem Spielzeug um. In dem einem Moment ist es wunderbar und in dem anderen kann es wieder in der Ecke herum liegen. Trina ist schrecklich in Luke Striker verknallt. Sie ist ein richtiger eingefleischter Fan von ihm. Trina war mir nicht sehr sympathisch. Zwar macht sie im Laufe des Buches eine Veränderung durch, trotzdem aber ist sie keine meiner Lieblingsfiguren. Sie ist nicht schlecht, aber auch nicht gut und teilweise sehr egoistisch, was mich an manchen Stellen echt aufgeregt hat.

Die Handlung ist nichts besonderes. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Jugendbuch, dass ein bisschen mit Liebe zu tun hat, und eben mit einem Star, der kaum Starallüren hat. Ansonsten geht es darum, dass die Figuren erwachsener werden, ihre Fehler einsehen und lernen. Nichts außergewöhnliches also, aber auf jeden Fall unterhaltsam und auch lesenswert, weil trotzdem einige wichtige Werte in dem Buch übermittelt werden. Gerade durch Jenny wird einem gezeigt, dass man auch zu sich stehen muss und nicht einmal immer allem zustimmen kann.

Der Schreibstil ist Meg Cabot typisch. Locker, flockig, leicht und rotzfrech. Mit viel verstecktem Humor und Sarkasmus, bringt sie mich immer wieder zu schmunzeln und zu Weilen auch zum richtigen Lachen. Sie beschreibt Situationen mit gekonntem Humor, ohne den Ernst aus dem Buch zu nehmen. Gerade die Kommentare, die Jenny zu einzelnen Situationen abgibt, sind lustig und sprießen nur so vor Ironie.

Fazit:
Ein tolles Buch für zwischendurch. Es ist lockere und leichte Lektüre, die einen kleinen Lernfaktor beinhaltet, weswegen es von mit 4 von 5 Bissen gibt. Ich mag Meg Cabots Schreibstil und werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihr lesen.