05.08.2012

Rezension: Skin Deep



Titel: Skin Deep – Nichts geht tiefer, als die erste Liebe
Original: Skin Deep
Autor: Laura Jarratt
Verlag: Dressler
Preis: 14,95€
Reihe: Nein

Cover:
Das deutsche Cover ist nun nciht unbedingt mein Fall, was aber größtenteils an dem rosa liegt. Allerdings ist das Rosa noch ok. Es ist kein knalliges pink und auch kein Schweinchenrosa, sondern eben genau so ein rosa, wie eine Narbe annimmt. Ansonsten passt das Narbenmuster natürlich auch sehr gut. Außerdem ist das Cover wenigstens mal kein Mädchengesicht. Ich finde das Cover insgesamt trotzdem sehr hübsch, auch wenn das Rosa nciht mein Fall ist.

Klappentext:
Als Jenna zu der Teenagerclique ins Auto steigt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. Es kommt zu einem schrecklichen Unfall, ihre beste Freundin stribt und Jenna erleidet schwere Verbrennungen im Gesicht. Nichts ist, wie es einmal war. Jenna kann ihr Spiegelbild selbst kaum ertragen und die Narben machen sie zu einer Außenseiterin. Doch dann taucht plötzlich Ryan auf. Ryan ist anders, er schaut Jenna an – direkt ins Gesicht. Aber die Ereignisse in der Unfallnacht holen die beiden immer wieder ein. Und dann geschieht ein Mord...

Handlung:
Jenna will doch eigentlich nur einmal mit ihrer besten freundin Lindsey mitziehen können! Und so steigt sie in das Auto, in dem gekifft wird und Alkohol getrunken wird. Das war ein Fehler, ein großer Fehler! Den der Fahrer des Wagens verliert die Kontrolle und das Auto überschlägt sich. Lindsey starrt Jenna an – mit kalten, leeren und toten Augen. Und dann ist das plötzlich alles heiß, Jenna Wange fängt an zu brennen, fürchterliche Schmerzen reißen sie zurück in die Dunkelheit. Bei dem Unfall sterben zwei mädchen und die anderen tragen Verletzungen davon – Jenna die schlimmsten. Acht Monate später kann Jenna wieder die Schule besuchen, auch wenn sie das eigentlich gar nicht will. Jenna will einfach in ihrem Zimmer bleiben und sich verstecken. Schließlich reden alle hinter ihrem Rücken über sie, sie machen gehässige Kommentare, oder sagen, dass sie sich verändert hat – dabei will Jenna doch einfach nur die alte Jenna sein!
Als sie dann eines Tages mit ihrem ungezogenen Hund spazieren geht, bügst dieser doch tatsächlich aus – und rennt direkt auf einen super süßen Jungen zu. Zu allem Übel starrt der Jenna auch noch ungeniert an, als sie ihren Hund zurück holt! Weinend rennt Jenna davon. Die wie es der Zufall will, treffen sich die beiden immer wieder, und schließlich hilft er Jenna Ryan und dann hilft Ryan Jenna. Eine zarte Freundschaft entsteht zwischen den beiden, die für Jenna bald zur ersten Liebe wird. Und auch Ryan spürt, dass Jenna anders ist, als die anderen Mädchen. Bald schon keimt immer wieder Eifersucht in Ryan auf und schließlich küsst er sie – natürlich nur zu Trainingszwecken. Doch von da an ist es um beide geschehen. Bis zu der unheilvollen Nacht, in der Ryan betrunken bei Jenna aufkreuzt und die beiden sich endlich ihre Liebe gestehen – außerdem wird der Unfallfahrer Steven ermordet...

Meine Meinung:
Jenna ist eine gebrochene Person. Durch ihre Narbe fühlt sie sich hässlich. Alle reden hinter ihrem Rücken, die Jungen schließen Wetten ab, sie zu küssen und kassieren dafür Geld. Andere raten ihr sich eine Tüte über den Kopf zu zeihen, und sogar ihre eigenen Eltern und Freundinnen sagen hinter ihrem Rücken, dass sie sich verändert hat. Aber wer tut das auch nciht, nach so einem Unfall? Trotzdem ist Jenna eine ziemlich starke Person. Sie ist zwar oft gereizt, vorallem, wenn jemand über ihre Narbe redet, und genauso oft fühlt sie sich deswegen Elend, trotzdem aber bleibt sie stark und kämpft. Und alls Ryan kommt, findet sie endlich wieder einen Grund um zu kämpfen. Ryan ist ihr Anker. Sie hält sich an ihm fest, lässt sich von ihm dazu überreden wieder unter Menschen zu gehen, lässt sich von ihm zum Leben überreden. Die beiden passen gut zusammen. Ich mochte Jenna sehr. Ihre Erzählungen sind teilweise noch ein bischen naiv, aber für eine 14-jährige ist sie schon relativ erwachsen, wenn auch nicht perfekt. Sie ist eine tolle Person und man erkennt im Verlauf des Buches richtig, wie sie heran reift und anfängt ihr Leben wieder zu mögen.

Ryan ist genauso gebrochen wie Jenna, wenn auch aus einem anderen Grund. Seine Mutter leidet unter manisch-depressiven Depressionen, und ist deshalb sehr pflegebedürftig. Da Ryan und seine Mutter auch noch mit einem Hausboot durch die Gegend fahren, hat er nie die Chance wirklich Verbindungen auszubauen. Außerdem begnet ihm fast überall ein unterschwelliges Misstrauen. Mädchen sind für ihn nur Mädchen mit dem man abhängt, was bedeutet, dass er mit ihnen Sex hat, ohne sie wirklich zu mögen. Das ändert sich, als er Jenna trifft. Sie geht offen mit ihm um, ohne ihm mit Misstrauen zu begnen. Sie kommt mit seiner Mutter klar, hilft ihm und kümmert sich auch um ihn. Bei ihr fühlt er sich sicher und wohl. Auch Ryan ist eine sehr interessante Figur. Er versteckt sich zuerst hinter einer coolen Schalen, tut, als ob er keine Gefühle hätte – dabei hat er definitiv welche. Er ist leidenschaftlich und oft auch resigniert, was an seinen geteilten Gefühlen seiner Mutter gegenüber liegt. Ich mochte auch Ryan, der sich im Buch stark verändert, was an Jenna liegt. Auch für ihn ist sie ein Anker, der ihr hilft.

Zu erwähnen sind noch Jenna Eltern. Gerade ihr Vater ist sehr beschützend und hat auch etwas gegen Ryan, größtenteils, weil er älter als Jenna ist. Ihr Mutter sind freundlich, aber beide machen sich viele Sorgen um Jenna, weil Jenna sich so aus ihrem Leben zurück zieht. Die beiden haben Angst um Jenna, aber gerade ihr Vater vertraut ihr nicht mehr wirklich.

Ryans Mutter ist eine schwierige Figur. Sie kann sehr nett sein und ist ohne Vorurteile Jenna gegenüber, aber andererseits kann sie auch ausrasten. Dann ist sie aufgebracht und schreit Leute grundlos an. Manchmal ist sie aber tieftottraurig und schafft es nicht mal mehr aus dem Bett aufzustehen.

Manchmal wirken einige Figuren in diesem Buch klischeehaft. Aber es passt gut in dieses Buch, weil es das Leben nunmal so ist. Es gibt nicht nur außergewöhnliche Leute, sondern auch Personen, die wirklich ein einziges Klischee sind.

Díe Handlung ist wundervoll. Am Anfang baut sich alles ganz langsam auf, und das Buch beschäftigt sich größtenteils mit der Freundschaft und Liebe zwischen Ryan und Jenna. Erst am Ende kommt es zu dem Teil mit dem Mord, und erst da wird es spannend. Am Anfang ist das Buch wunderbar romantisch und beschäftigt sich mit Jenna und Ryan, sowohl einzeln als auch zusammen. Gerade dieser Teil ist sehr wichtig für das Buch, weil es die Beziehungen zwischen den Personen absticht und alles sich wunderbar aufbaut. Das Buch streckt sich über knapp zwei Jahre, deswegen sind auch immer mal wieder Zeitsprünge dabei, die aber gar nciht so groß auffalen.

Der Schreibstil von Laure Jarratt ist traumhaft. Sie unterscheidet sehr gut zwischen Ryan und Jenna. Jenne hat einen naiven Unterton, sie ist aber auch erst 14 und frustriert. Ihre Teile wirken sehr gefühlvoll und weich, nicht mädchenhaft aber anders als ein Junge es erzählen würde. Ryan dagegen wirkt eingeengt und manchmal etwas gefühlskalt, aber wenn es um Jenna geht, sind seine Stellen voller Gefühl und Wärme. Insgesamt kann Jarrett wunderbar beschreiben und die Gefühle der beiden Jugendlichen darstellen.

Fazit:
Ein sehr tolles Buch, das sich durch einen schönen Schreibstil, eine tolle handlung und wunderbare Firguren auszeichnet. Ich vergebe hier sogar Platinstatus, da das Buch einfach wunderschön ist und die Figuren teilweise wie aus dem Leben geschnitten scheinen. Jeder, der auf Lovestorys steht, die Tiefgang haben, sollten sich dieses Buch mal genauer ansehen! 


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